Heatherland's Eloise



*12.07.2013
HD      A (frei)       ED    0 (frei)
CEA N/N non carrier (Optigen)
MDR1 N/N (+/+) non carrier (Laboklin)
GCS N/N non carrier (Laboklin)
DM N/N non carrier (Laboklin)
PRA N/N non carrier (Genomia)
DMS   aabb non carrier (Clemson)
weißfaktoriert, Merlefaktor
Mental Test: 31.07.2015
Anteil American Lines: 97%
Ahnenverlustkoeffizient AVK: 100%




 



Der erste Wurf mit unserem weißen Kurzhaarrüden "First Frost of Netiv HaAyit" war für uns von großer Bedeutung. Wie wird seine erste Nachzucht ausfallen? Typ, Gebäude, Charakter? Frostie hat von all unseren Rüden die besten Gesundheitswerte und ein ausgezeichnetes Gebäude. Der Wurf beinhaltete 7 Welpen, alle sehr schön vom Gebäude her, offener und mutiger Charakter, neugierig und sehr clever im Köpfchen. Und die Gesundheitswerte? Jeder Züchter weiß, dass bei der Verteilung der Genwerte auf die Nachzucht zwar die Rahmenbedingungen vorgegeben sind (was kann fallen, was nicht), aber die tatsächliche Verteilung in einem Wurf kann stark von der statistischen Annahme (die erst auf 100 Nachkommen sehr genau wird), individuell abweichen. Auf Grund der Werte der Eltern war klar, dass alle Welpen frei von MDR1, CEA, PRA, GCS und DM sein würden. Es bestand die statistische Chance von 6%, dass aus der Anpaarung von Frostie und Lucy sogar ein komplett genetisch freier Welpe hervor gehen könnte. 6 % sind nicht viel. Ein Welpe von 16. Viele hätten da gar nicht angefangen, den Wurf durchzutesten, immerhin pro Welpe Kosten von insgesamt ca. 400 Euro. Nun bin ich der Meinung, dass man eine Chance, ist sie auch noch so klein, immer wahrnehmen sollte. Also fingen wir an, alle Welpen durchzutesten, ein Test nach dem anderen, nur genetisch frei getestete Welpen kamen "in den Recall" und wurde weiter getestet auf die nächsten Krankheiten. So schieden nach und nach Welpen aus, es blieben bis zum Schluss zwei Welpen übrig, um den letzten Test zu absolvieren. Das war schon mehr, als wir jemals erwartet hätten. Eloise und ihr Bruder Elliott. Bei einer 50:50 Chance hofften wir auf den einen besonderen Welpen, der genetisch frei von allen 5 genetisch testbaren Krankheiten wäre... Einen Jackpot sozusagen. Die Ergebnisse kamen nach langen Wochen des Wartens verspätet aus den USA: Aber das Warten sollte sich gelohnt haben. Wir hatten auf einen Welpen gehofft, wir bekamen jedoch zwei!! BEIDE Welpen sind genetisch frei!! Was für ein Glück!! Rein statistisch war die Chance, zwei komplett genetisch freie Welpen aus der Anpaarung bei einem Wurf von 7 Welpen unter 1% Wahrscheinlichkeit. Wie gesagt- Jackpot! Nach 15 Jahren Zucht mit intensiven Bemühungen, die Genwerte laufend zu verbessern, nun die ersten nachweislich genetisch freien Welpen :-)


Elliott mit 7 Wochen - ebenfalls genetisch frei von MDR1, CEA, DM, PRA und GCS


Manch einer wird sich fragen, warum so ein Hund für uns so wertvoll ist. Rein praktisch ist er genauso gesund wie die Hunde, die verdeckte Träger von einer oder der anderen Erkrankung sind. Das stimmt so, aber für einen Züchter sind auch die Vererbungsqualitäten eines Hundes von Bedeutung. Ein Hund, der genetisch frei von allen Krankheiten ist, kann selber niemals gesundheitlich betroffene Welpen hervorbringen, EGAL mit welchem Partner. Dadurch bin ich als Züchter in der Lage, Hunde in mein Zuchtprogramm mit einfließen zu lassen, die zwar Vorzüge in Gebäude, Charakter, etc., haben, aber deren Gesundheitswerte bezüglich CEA, MDR1 oder DM nicht optimal sind. Ich kann so wieder diverse Outcross-Verpaarungen anstreben und damit die genetische Vielfalt in meinen Linien erhalten. Ferner kann ich durch entsprechende Partner weitere genetisch freie Welpen züchten, die wiederum das Gesundheitsprofil der Rasse laufend verbessern, wenn sie in die Zucht einfließen. Und die Zucht verbessern, in dem ich u.a. die genetische Grundlage optimiere, das verstehe ich unter der Veredelung einer Rasse, im Gegensatz zum bloßen Vermehren. Vermehren kann jeder- veredeln nicht.


Eloise mit 5 Wochen...

Zurück zu Eloise. Eloise's Mutter Heatherland's Lovely Lucille hat unsere Zucht bereits mit ihrer Tochter Urmel und bereichert, sie hat einen sehr liebenswerten und offenen Charakter und hervorragende Gesundheitswerte. Lucy ist wie Eloise ein sable merle Kurzhaarcollie:

 
  
Allerdings zeigt Eloise eine für Sable Merles eher seltene Fellzeichnung. Normalerweise sind Sable Merles in einem helleren Farbton gefärbt, fast cremefarben. Nur an den Ohrspitzen sind noch Merleflecken zu entdecken. Bei Eloise ist alles anders :-) Sie hat die Merleflecken noch deutlich auf dem ganzen Körper ausgeprägt, was zu einer sehr seltenen und schönen Fellzeichnung führt:



Ihr Vater "Int. Ch. First Frost of Netiv HaAyit" kam 2012 direkt aus Israel zu uns. Er ist ein großer imposanter Rüde, muskulös mit einem hervorragenden Gebäude:





Vater und Tochter im Juni 2014, Eloise ein knappes Jahr alt - ein kleiner Jungspund ;-)



Eloise ist ihrem Vater sehr ähnlich- äußerlich und auch vom Wesen her- der Apfel fällt nicht weit vom Stamm :-) Sie hat sich zu einer wohlproportionierten jungen Colliedame herausgewachsen und wir planen Anfang 2016 ihren ersten Wurf mit ihr.




Eloise mit 9 Monaten